Gänsenachwuchs

 

Kiss

Demo-Betrieb

oekolandbau


BIO-PRODUKTE

Wir bieten Fleisch von unseren Freilandschweinen auf Bestellung.
Hier ist allerdings nur eine regionale Anfrage sinnvoll, da wir kein Fleisch versenden.

Was wir versenden sind Produkte von unseren Tieren, die wir
teilweise selbst herstellen oder bearbeiten lassen (z. B. Felle gerben)

Wir können Ihnen Ziegenfelle und die Eckzähne der Eber (männlichen Schweine)
als Schmuck anbienten. (Bilder folgen demnächst)

 

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Der Biohof :: Unser Paradies inmitten vom Bayerischen Wald

Im Herzen des Bayerischen Waldes werden auf unserem mehr als 750 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen, übersichtlichen Nebenerwerbshof in einem sogenannten Kalt- oder Außenklimastall mit ca. 110 m² zwischen 100 und 150 Schweine der alten Landrasse Schwäbisch-Hällisches Landschwein gehalten (es handelt sich hierbei um eine gefährdete Haustierrasse).

Die Tiere leben wie in der Natur im normalen Temperaturbereich der Jahreszeiten, lediglich durch ein Dach über dem Kopf geschützt gegen die in der Region zum Teil extremen Witterungsverhältnisse. In unserem vergleichsweise kleinen Schweinestall werden Sie keinen Spaltenboden vorfinden, sondern einen heutzutage selten eingesetzten Lehmboden, der·dazu beiträgt, dass sich unsere Tiere im wahrsten Sinne des Wortes „sauwohl" fühlen. Natürlich wird der verdichtete Boden je nach Witterung mit Stroh und Heu eingestreut, beim Verteilen und der Nutzung des wärmenden Materials zum Nestbau zeigen die Schweine viel Eigeninitiative. Bei kalter Jahreszeit wird ein warmes Bett - die geliebte Kuhle - errichtet, in der sich bis zu 15 Schweine zusammenkuscheln und gegenseitig wärmen.

Der Biohof :: In dieser Idylle verbringen Schweine ein wirklich glückliches Leben

Der Biohof :: Eine kuschelige Kuhle wissen Schweine in der kalten Jahreszeit zu schätzen - ein klimatisierter Stall ist nicht notwendig

In den Sommermonaten und bei guter Witterung bevorzugen die Schweine offenes Liegen, auch auf der Weide. Durch die Einstreu steht Material zum Spielen und Nestbauen zur Verfügung. Da die Tiere das Stroh und Heu auch fressen, entsteht nie ein ausgeprägtes Hungergefühl (zumindest soweit man das von Schweinen behaupten kann). Als Baumaterial für Barren, Trennwände und Abferkelbereich verwenden wir hauptsächlich Holz. Sicherlich sind deshalb häufiger Reparaturen notwendig, als bei nackten Betonwänden und Metallgittern, aber es entspricht unserer Philosophie unseren „Nutztieren" eine möglichst angenehme und natürliche Umgebung zur Verfügung zu stellen.

Die Weide, welche insgesamt ca. 10 000 m² umfasst, ist rund um die Uhr für die Schweine begehbar. Diese Fläche bietet den Tieren ausreichend Platz zur Futteraufnahme, als Fluchtbereich bei familiären Auseinandersetzungen oder auch als Rückzugsgebiet für das Liebesspiel (welches auch für uns als Züchter und für jeden, der gerne Schweinefleisch isst eine wichtige Rolle spielt).

Der Biohof :: Grünfutter  von der Weide wird im Sommer bevorzugt

Der Biohof :: Was gibt es schöneres als ein ausgiebiges Schlammbad? NICHTS!

Der Hofeigene Brunnen liefert sowohl für die Tränke als auch für die Suhle frisches Wasser. Wer schon einmal miterleben durfte mit welcher Leidenschaft und Begeisterung die Tiere im Sommer ein Bad nehmen, wird sich fragen, warum die meisten ihrer Artgenossen weltweit ohne dieses Ritual leben müssen! Während die Schweine im Sommer ihr Futter über die Weidefläche weitgehend eigenständig aufnehmen, wird auch im Winter zweimal täglich im Freien gefüttert. Nur bei sehr schlechtem Wetter erfolgt die Fütterung im Stall.

Zwei Stallbereiche stehen den Muttersauen zum Abferkeln abgetrennte Bereiche zur Verfügung, in denen sich Mutter und Ferkel frei bewegen können. Variabel können Einzelboxen mit ca. 9m² oder ein Großraumabteil mit bis zu 25 m² eingerichtet werden. Treffen mehrere Geburten zusammen werden bis zu 4 Muttersauen samt Ferkeln ein bis drei Wochen getrennt von der übrigen Herde gehalten. Die Muttertiere werden jedoch täglich zu den Fütterungszeiten der Herde zugeführt, bis diese in die Boxen zu den Ferkeln zurück wollen. Im langsamen Übergang werden dann die Ferkel in die Herde integriert. Die Ferkel werden nicht abgesetzt (d. h. die Jungtiere werden nicht abrupt nach ca. 21 Tagen von der Mutter getrennt und separat aufgezogen) sondern dürfen säugen bis der Milchfluss stagniert oder die Mutter es verbietet.

Der Biohof :: Neugebohrene Ferkel werden nicht von der Mutter getrennt - die Natur regelt das meiste von selbst, ohne dass der Mensch eingreifen muss

Der Biohof :: Auch der bis zu über 300 Kilogramm schwere Eber ist mitten im Geschehen - und sucht sich seine Frauen selbst aus

In einer Rotte leben etwa 100 Tiere zusammen, vom Ferkel mit ungefähr 1,5 kg bis zum Eber mit über 350 kg - als große Familie mit allen Vor- und Nachteilen. In der Regel sind auch bei Schweinen Rangordnungen zu erstreiten, um Schlafplätze wird gestritten, der Futterplatz und natürlich ganz besonders das heiß begehrte Futter werden verteidigt. Es wird gestoßen, gebissen, gescherzt, gejagt, gestraft und - endlich - auch geschlafen. Eine Besonderheit, und gänzlich unüblich ist, dass der Eber zu jeder Tages- und Nachtzeit bei der Herde ist und dadurch Familienanschluss hat.

Außerdem werden in unserem Betrieb weder die Zähne der Ferkel abgeschliffen, noch wird deren Schwanz kupiert. Da wir Wert darauf legen keinerlei Impfungen durchzuführen (außer in Notsituationen) ist uns der Verkauf auf Märkten nicht gestattet. Zum Beispiel auf die bei Züchtern (und vor allem Schweinen) als sehr schmerzhaft bekannte Eisenspritze am zweiten Tag nach der Geburt wird bei uns verzichtet, wir ersetzen die notwendigen Mineralien durch einen Eimer frische Erde.

Der Biohof :: Nach ca. 2 Wochen dürfen auch die kleinen Ferkel nach draußen auf die Weide

Der Biohof :: Von wegen schmutziges Tier - auch Schweine baden und pflegen sich - wenn man sie nur lässt...

Einige unserer zahlreichen Besucher (besonders bei diversen „Fachleuten" ist uns das aufgefallen) sehen in dieser Art der Schweinezucht und -haltung einen Rückschritt in archaische Zeiten und eine unsinnige Blockade der effizienten modernen Methoden. Bei uns findet keine Massenproduktion statt, aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist unser Vorhaben nicht sinnvoll, da nicht ausreichend lukrativ. Doch die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, dass sich in Deutschland sowohl Politik als auch Verbraucher in stetigem Schritt der Nachhaltigkeit und Fairness nähern. Die Industrie und leider auch ein großer Teil der Landwirtschaft wollen die enorme Wichtigkeit des Umdenkens von der kurzfristigen Profitmaximierung hin zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz noch nicht erkennen und blockieren so den unserer Meinung nach einzig richtigen und letzten Endes auch einzig möglichen Weg des Zusammenlebens mit der Natur.

Wir wollen mit unserer biologischen Schweinezucht unseren Teil dazu beitragen diese Entwicklung zu beschleunigen und ein Vorbild abgeben. Im Übrigen bedeuten ökologische Wirtschaftsweise und ein von Nachhaltigkeit geprägtes Verhalten nicht unbedingt Gewinneinbußen! Selbstverständlich ist unserer Produktivität durch die geringe Anzahl an Tieren und den verhältnismäßig hohen Arbeitsaufwand eine natürliche und gesunde Grenze gesetzt. Wir stehen zu unseren Preisen, werden diese falls nötig sogar erhöhen, dann jeder weiß: höchste Qualität und nachhaltiges Wirtschaften kosten Geld. Und wer an der Nahrung spart, die er sich täglich zuführt (was leider viele Menschen, insbesondere auch in Deutschland, in exzessiver Weise tun), unterstützt nicht nur unfaire Preise, Ausbeutung, Verschwendung von natürlichen Ressourcen und zunehmende Kontamination der Umwelt, sondern er fügt mittelfristig auch sich selbst bzw. seinem Körper Schaden zu (als populäres Beispiel ist billiges „Gammelfleisch“ zu nennen). Deshalb sind wir fest überzeugt davon, dass sich unser alternatives Unternehmen langfristig nicht nur ökologisch, sondern mit Bestimmtheit auch finanziell auszahlen wird - es ist lediglich eine Frage der Zeit. Wir freuen uns über jeden, der Interesse an unserem Biohof hat und uns unterstützen möchte. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.